Treffen

Nächstes Treffen:

... noch in Planung.

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Zudem in Planung:

- Besuch der neugestalteten römischen Thermen in Zülpich verbunden mit einer Freiland - Exkursion im Raum Mechernich zu Relikten wasserbaulichen Wirkens der Römer.

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Nachlese:

Das von Claus Weber bestens organisierte 81. Treffen fand am Wochenende des 19. und 20.8.2017 zweitägig in Hessen und Rheinland-Pfalz statt. Am Samstag trafen wir uns schon vormittags zu 8 Teilnehmern in Münzenberg-Gambach, um die in einem Neubaugebiet gesicherten Grundmauern einer römischen Villa rustica zu erkunden. Nachmittags gings weiter zum Glauberg bei Büdingen. Das direkt beim rekonstruierten Fürstengrabhügel erst vor wenigen Jahren neu erbaute Museum der Keltenwelt erlebten wir mit kundiger Führung durch die Ausstellung. Das weitläufige Außengelände des Glaubergs wurde in eigener Initiative in kleinen Gruppen erkundet. Den Abend verbrachten wir in geselliger Runde bereits in Ingelheim bei Mainz. Sonntags trafen wir uns schon um 10h zur Führung durch die noch erstaunlich zahlreichen und zudem sehr schön präsentierten Reste der Königspfalz im alten Ingelheimer Ortskern. Nachmittags stand noch der Besuch im Mainzer Landesmuseum auf dem Programm, wo in der Ausstellung 'vorZEITEN' aktuell auf 70 Jahre Landesarchäologie zurückgeblickt wird. Hermann Menne

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Zweimal waren wir vor einigen Jahren schon zu Gast auf der realen Heumarktgrabung. Auf unserem 80.Treffen am 1.April 2017 konnten wir uns nun die museale Präsentation der Grabungsergebnisse im Zeughaus des Kölner Stadtmuseums ansehen. Sie ist als exemplarischer Schauplatz der Stadtentwicklung aufgebaut worden. Mehrfach hatte der Heumarkt als wichtiger zentraler Platz in den vergangenen Jahrhunderten seine Funktion und Bedeutung für die Stadt verändert. Kompetent und kurzweilig wurden wir von Herrn Söchting durch die sehr interessante Ausstellung geführt.

Vor dem Mittagessen gab es dann die wie immer kurze alljährliche Mitgliederversammlung. Es ergaben sich keine personellen Veränderungen; der alte Vorstand ist auch der neue.

Dr. Hauser, langjähriger Leiter der Kölner Domgrabung, führte uns als Kollegen am Nachmittag durch die sichtbar gemachten Teile der langjährigen Ausgrabungen. Wunschgemäß beschränkte er seine Ausführung auf den karolingischen Dom. Die Überreste der Bischofskirche konnte er an vielen kleinen steinernen Spuren zeigen. Spannend waren seine Erläuterungen zur steingewordenen Politik Karls des Großen, der in diesem mächtigen romanischen Bauwerk seinen Machtanspruch gegenüber dem Papst zum Ausdruck bringen wollte. Archäologie wird so richtig spannend, wenn man über den Tellerrand schaut und den Befund mit den politischen Absichten seiner Bauherren vergleicht. Die anderthalb Stunden Führung waren viel zu kurz. Es bleibt noch so viel mehr zu sehen und ausgiebiger zu betrachten unter den Bodenplatten des Kölner Doms. Jürgen Tzschoppe

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79. Treffen: Zu Sechst trafen wir uns am 17.09.2016 an der Blätterhöhle in Hagen. Der Grabungsleiter Wolfgang Heuschen und einer seiner Mitarbeiter gaben uns einführend einen umfassenden Bericht über die Geschichte der Höhle, ihre früheren Ausgrabungen und den aktuellen Forschungsstand. Funde und Befunde werden nach der hier üblichen Grabungsmethode jeweils in 1 Quadratmeter umfassenden Schnitten und 5cm Abträgen erfasst und den entsprechenden drei Phasen der mittleren Steinzeit zugeordnet. Anschließend hatten wir alle die Möglichkeit, uns auch die Grabungsfläche im Inneren der Höhle anzuschauen! Die äußerst versierte und ausgeglichene Art der beiden Ausgräber haben auch den Verfasser überzeugt, dass der Einstieg sich lohnen würde. So konnte auch ich die Premiere eines Abstiegs in eine Höhle erleben - und ich muss sagen: ich bin begeistert!

Es war wirklich sehr eng! Aber durch die ausgesprochen beruhigende Anleitung von Wolfgang Heuschen konnte ich den ergreifendsten Abstieg meines Lebens erfahren! Im Ernst, die Euphorie, die mich nach dem Hocken an der Grabungsfläche in der Höhle und dem folgenden Ausstieg gepackt hatte, hielt tatsächlich noch einige Tage an!

Nach dem Mittagessen in dem Spitzenrestaurant in der Nähe der Grabungsfläche fuhren wir zur Wasserburg nach Werdringen. Ralf Blank führte uns als Museumsleiter durch das Wasserschloß Werdringen mit seiner umfangreichen Sammlung aller historischen und prähistorischen Epochen der Region Hagen. Auch die Funde aus der Blätterhöhle werden dort präsentiert.

Danach machten sich alle TeilnehmerInnen, offensichtlich erfreut, auf ihren jeweiligen Heimweg. Lieber Wolfgang Heuschen: Noch einmal vielen Dank für diesen so ereignisreichen und spannenden Tag! Reiner Lubberich